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Das Buch Ihres Lebens
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10 verschiedene Analysen zum Mega Einführungspreis

QuantumTao, Heimatlos Reinhard Mey

QuantumTao ist ja bekanntlich mehr, als nur eine Technik, bei der man versucht,

mit zwei Punkten etwas weg zu zaubern.

Es geht darum, sein eigenes Leben endlich in die eigene Hand zu nehmen.

In dem folgenden Text von Reinhard Mey steckt eine Menge Wahrheit.

Es reicht nicht, über Politiker oder Finanzzocker zu schimpfen. Es ist

wichtig, bei sich selbst anzufangen.

Doch kaum jemand weiß, wie. Die regelmässige Anwendung der Quantenheilung

befreit unseren inneren Kern. Und das bringt uns in unsere Kraft.

Wir müssen aufhören, den Kopf in den Sand zu stecken. Deshalb mein Vorschlag:

Schalten Sie den Fernseher ab, hören Sie auf, Zeitung zu lesen.

Finden Sie Ihre Mitte und gehen Sie endlich ihren eigenen Weg.

Viel „Spaß“:

Du kommst heim von der langen, anstrengenden Reise,
Schließt die Wohnungstür auf, gehst in die Küche und machst leise
Das Radio an, läßt dich auf einen Stuhl fall‘n ganz benommen,
Du bist noch gar nicht so richtig angekommen.
Du blätterst in der Post, der Radiomann verspricht den Kids
Gebetsmühlenartig die größten Hits
Und die coolsten Oldies der letzten 200 Jahre
Und sie dudeln dich zu mit der immer gleichen Meterware
Wie von Helsinki bis hinunter nach Kampala,
Von links nach rechts über die ganze Radioskala
Und du merkst erst beim Verkehrslagebericht:
Dies ist das Land, in dem man angeblich deine Sprache spricht!

Doch du bist heimatlos,
Belogen, Betrogen, Übern Tisch gezogen,
Wie von ‘nem schwarzen Loch aufgesogen.
Heimatlos, Abgezockt, Trocken gedockt, Schwer geschockt, In die Falle gelockt,
Und wie ein Schaf an den Hinterbeinen angepflockt.
Ein blödes Gefühl, Du findest kein Asyl,
Du bist nackt und bloß,
Heimatlos.

Du beginnst im Stapel aufgestauter Zeitungen zu blättern
Und schon kommt das ganze Elend auf dich zu in großen Lettern
Und in den Fotos der Strahlemänner und der Schreibtischtäter,
Der Amigos, der Schmarotzer und der Niemalszurücktreter.
Du hast geglaubt, dem Sumpf für kurze Zeit entkommen zu sein,
Doch mit der ersten Schlagzeile hol‘n sie dich alle wieder ein,
Die Heuchler, die Umfaller, die Aussitzer und Ausgrinser,
Die dunkle Konten Anleger und die Schwarzgelderverzinser.
Hab‘n sie nicht alle laut und deutlich neulich noch vor aller Ohren
Allen Schaden vom Volk abzuwenden geschworen?
Und wieder hat das alte Vorurteil sich als richtig entpuppt:
Das ist nämlich gar kein Vorurteil: Macht macht sie wirklich korrupt.
Du fühlst dich heimatlos…

Kein Aufschrei geht durchs Land, nur stilles Ducken, kein Aufmucken,
Keiner geht mehr auf die Straße, nur ein müdes Achselzucken
Über Unterschlagung, Hinterziehung, Lügen und Skandale.
Eine schlappe Spaßgesellschaft, ohne Moral und Ideale.
Gib ihnen Brot und Spiele, das betäubt die Republik,
Ein bisschen Love-Parade, Schmuddel-TV und Volksmusik.
Bisschen Unterleibskomik, bisschen nackten Hintern Zeigen
Und keiner hört mehr auf die Mahner und die Lästermäuler schweigen.
Gib ihnen hohle Plastik-Idole, die durch ihren Alltag geistern
Und bunte Werbung, um ihnen die Augen zu verkleistern,
Gib ihnen ihre Seifenoper und du hast sie in der Hand:
Heiterkeit und Lechz! und Freizeit, danach strebt das Vaterland!

Und du bist heimatlos…

Du hängst deine ganze Hoffnung an den letzten ehrlichen Knochen
Und dann siehst du in den Nachrichten, der ist auch bestochen!
Für‘n Flugticket, ‘nen Opernball, für ein paar Pirouetten
Auf dem roten Teppich für ein Bild in den bunten Gazetten…
Du möchtest aufheul‘n vor Enttäuschung, ausrasten, stehst unter Schock,
Doch die Leute sind echt gut drauf, hab’n mehr auf Comedy Bock
Und sie johl‘n, sie schlagen sich die Schenkel blutig vor Lachen
Und du spürst, du mußt dich schleunigst hier vom Acker machen.
Aber du kannst nicht gleichgültig zusehn, wie sie das Volk bescheißen,
Du hast lang genug geknurrt, jetzt kriegst du Lust, zu beißen!
Und wo wolltest du denn auch hin, wenn deine Wut verraucht?
Hier hast du lebenslänglich und hier wird dein Zorn gebraucht!

Du bist heimatlos…

Der Dax, der Dow Jones, der Euro, die Gewinnzahlen des Tages –
das Wetter von morgen.

Reinhard Mey

3 Antworten auf QuantumTao, Heimatlos Reinhard Mey

  • Karin sagt:

    aus Liebe bin ich in Dänemark „gelandet“, andre sagen, dass ist toll. Habe viele berufliche Erfolge,aber sie bedeuten mir nichts. Meine Liebe ist zu ende gegangen, aber ich kann warten, weil ich weiss, dass der Richtige kommt, wenn ich dazu bereit bin. Ich bin stolz auf meine Tochter, sie hat mir auch einiges gelernt. Heimatlos fühle ich mich nicht, obwohl ich Lübeck manchmal vermisse.

  • Monika sagt:

    …ja, das hat mich immer verblüfft und ratlos steh´gelassen: Reinhard Mey habe ich mit 12 Jahren gehört und geliebt, seine (damals) häufig französisch gesungenen Lieder haben mich motiviert, Französisch zu lernen und Gedichte zu schreiben. Jahrelang habe ich mich auf jede LP-Neuerscheining gefreut und noch heute kenne ich die Texte all´ seiner Lieder zwischen 1970 und so ca. 1985 auswendig.

    Aber es ging nicht weiter, die Texte und die Musik blieben irgendwann irgendwo „stecken“ und ich schwenkte zu Hannes Wader und Konstantin Wecker.

    Auch hier: viel, viel Tiefe, Klaus Hoffmann kam dazu. Wundervolle Lieder.
    Alle.
    Wecker, Wader, Hoffmann.

    All´ dem Suchen in den Lieder folgte aber nie ein FINDEN, allen Klagen, aller Gesellschaftskritik nie ein Resultat, das irgendwie befreite.

    Und ich suchte und suchte und suchte.

    Die Liedermachen schwenkten zwischenzeitlich wahlweise um auf harte Drogen, Alkohol, privates kleines Glück, Hauskauf,Stille.

    Und nun singen sie (wieder) oder noch immer.

    Oft ihre alten Lieder,gerne neue-aber es ist noch immer keinen von ihnen angekommen.

    Lösungssuche auf gesellschaftspolitischer Ebene-scheint irgendwie aussichtslos,oder?

    Niemand begehrt wirklich auf,alle haben Angst.
    Schon morgens, zu Arbeitsbeginn,alle nervös,alle hektisch. Alle ständig unter Strom.

    Ich wünsche allen ein Ankommen und Aufatmen. Und Finden.

    • Anke Buchmann sagt:

      du hast mich verblüfft, genau das waren heute morgen meine Gedanken, aber vor dem Duschen wollte/konnte ich sie noch nicht so richtig schriftlich fixieren… – du hast mir aus der Seele gesprochen… – DAnke dir, jetzt muss ich nicht alles selber schreiben… – K. Wecker / H. Wader / K. Hoffmann / R. Mey / W. Ambros / S. Sulke… – jaja, die gute alte Zeit…? – oder? – …nicht unbedingt…

      Ankommen – Aufatmern – Suchen – Finden… – jeder hat da seine ureigenen Vorstellungen mit seinem ganz individuellem Tempo – Ich wünsche allen eine gute Zeit.

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